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Mittwoch, 28. Oktober 2009

Wir müssen draußen bleiben ... noch!

Noch ist die Minus-Drei-Grad-Marke nicht erreicht worden, deshalb müssen - oder sagen wir dürfen - diese hier die schönen Herbsttage draußen genießen. Vorsichtshalber habe ich sie alle eingesammelt und am Haus plaziert.

Aeonium holochrysum oder die Gold-Hauswurz
Sie hat sich in diesem Jahr furchtbar schwer getan und ist kaum gewachsen.
Aeonia urbicum oder die Stadthauswurz
... mein ganzer Stolz. Einst war diese Pflanze ein winzig kleiner Ableger - eine Urlaubserinnerung aus Teneriffa.
Ich habe sie von der kanarischen Insel mitgebracht. Ich hoffe, die Einwohner sind mir deswegen nicht böse. Ich könnte ihnen gerne wieder eine kleine Rosette mitbringen, denn die Pflanze hat sich prächtig entwickelt und schon Nachwuchs produziert.
Ähnliche Bedingungen wie eine Aeonie braucht diese Echeverie. Die Ur- Ur- Urgroßmutter habe ich einmal als kleines Kindel bekommen.
Nach dem kommenden Winter wird die Pflanze erbärmlich aussehen. Jedoch erholt sie sich schnell und wird wieder viele Rosetten zum Weiterverschenken bilden.

Unten: abgerbrochene Rosette - wieder neu angewachsen.

Die Aeonien und die Echeverien verharren in guter Gesellschaft. Umgeben von der kleinen Semps-Königin, die wieder mal was in der Krone hat.

Montag, 26. Oktober 2009

Chili 2 oder Geschenke aus der Küche

Neulich war ich mit meiner Tochter im großen schwedischen Möbelhaus. Durfte sie beraten und auf ihre Babys aufpassen. Da fiel kurz vor dem Restaurant mein Blick zufällig auf dieses Buch.
"Ach es sind ja noch ein paar Wochen Zeit", dachte ich mir, "aber ich nehme es schonmal mit!"
Eine gute Idee, denn das Büchlein erwies sich als die Geschenke-Inspiration 2009!
Aber zunächst wird ausprobiert.
Zum Beispiel die leckere Peperonata: Mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Paprika und den unvermeidlichen Kräutern der Provence - frisch aus dem Garten. Das genaue Rezept verrate ich bei Interesse per mail. Dann wird alles gekocht und in Gläser abgefüllt. Erst mal NUR für uns. Da kann man das Rezept dann noch individuell abändern. Z.B. werde ich weniger Rosmarin verwenden. Unserer hat viel zu viel Aroma.

Gegessen haben wir die Peperonata zur leckeren Kürbispastete, die ich hier schonmal beschrieben habe. Inzwischen haben wir aus dem Büchlein auch noch den scharfen Schafskäse ausprobiert. Ich kann dazu nur sagen: hmmmmmm, scharfes Rezept!

PS: was ich noch sagen wollte, ich habe mich über die netten Kommentare im letzten Post gefreut. Wie ist das, wollen wir wirklich auf ein nächstes Leben warten. Gerne lade ich ein paar liebe Leute im nächsten Sommer zum Probieren ein. Bloggervierbeiner dürfen auch kommen. Unter einer Bedingung: nur mit Herrchen und/oder Frauchen!!! Wuff!

(mail: info..... at...... majorahn.de)

Samstag, 17. Oktober 2009

Scharf auf Chili - Nr. 1

Chilipaste
und Chiligewürz orientalische Art


Da liegen sie nun. Sehen so harmlos aus, als könnten sie kein Äuglein trüben.
Pah von wegen! Sind höllisch scharf und können nur mit Handschuhen verarbeitet werden. Aber lecker, lecker lecker!
In der Küche bereite ich gerne selbst Gewürzmischungen zu. Garantiert ohne künstliche Geschmacksstoffe! Und manche Zutat wächst sogar bei uns im Garten. Und die Gewürze, die wir nicht selber haben, hole ich aus dem Bio-Laden als ganze(!) Körner oder Früchte.


Z.B. Kardamom
Die eigentliche Frucht liegt in einer grobfaserigen Hülle, die sich nach kurzer Bearbeitung im Mörser löst und die man dann leicht entfernen kann.
Und nun beginnt der sinnliche Teil der Arbeit. Alleine dafür lohnt sich der Aufwand:
Ein exotischer Duft steigt in die Nase und erfüllt bald den ganzen Raum. Er wird noch intensiver, wenn auch die anderen Gewürze dazukommen.
Die Chilis sind inzwischen gewaschen, entkernt und werden mit heißem Wasser übergossen...
... im Mixer zerkleinert und mit den restlichen Zutaten vermischt. Die Küche hat sich nun, wenn man der Nase glauben darf, in einen orientalischen Bazar verwandelt.
Duft und Geschmack werden in Gläser abgefüllt und wenn man sie öffnet, entweichen sie wie ein Geist aus dem Glas.

Die Paste sollte man übrigens im Kühlschrank aufbewahren und sie sollte nach Gebrauch wieder zurückgestellt werden. Ideal ist es, wenn immer ein bisschen Olivenöl über der Masse steht. Das konserviert.

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Chiligewürz nach orientalischer Art
In diesem Sommer gab es so viele Chilis, wie selten zuvor. Die ersten habe ich zu einem Kranz gebunden, der lange den Gartentisch schmückte.
Längst sind die Schoten, die sich im Warmen rot nachfärben, getrocknet und der Kranz hängt nun in der Küche.
Die trockenen Früchte kann man im Mixer mitsamt den Kernen fein mahlen. Daraus lässt sich ein köstliches Pulver herstellen.
Mit dem unermüdlichen Einsatz des Mixers und Mörsers zaubert man schnell ein scharfes aber bekömmliches Gewürz, das nicht nur den eigenen Gaumen verwöhnt ...

sondern jederzeit ein schönes Mitbringsel für Leute ist, die scharf auf Chilis sind.



PS: Wer sich für die Rezepte interessiert, dem maile ich sie gerne zu.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Streifzug durch den herbstlichen Genussgarten

Glaubt man den Meteriologen, wird es noch diese Woche sehr kalt. Minusgrade! Wie in jedem Jahr kommen sie viel zu früh und ich muss mich beeilen, meine Ernte noch rechtzeitig ins Haus zu bringen.
Was gibt es noch im Kräutergarten? Wie man sieht noch reichlich Grünes. Majoran muss geerntet werden. Er verträgt keine Kälte.
Der Koriander hat sich selbst ausgesät. Er ist groß genug - er hält es den ganzen Winter über im Beet aus. Im Frühling kann ich dann schon recht früh Koriander-Grün ernten. Bei guter Witterung reift dann auch schnell der neue Samen wieder heran und mit ein bisschen Glück kann ich 2-mal im Jahr ernten - ohne viel Zutun. Nur Unkraut jäten und bei großer Trockenheit gießen.

Das da unten ist Mönchspfeffer. Er wird geerntet und kommt in die Frauenkräuterteemischung.
Für Männer absolut tabu! Es sei denn ... doch das ist ein anderes Thema.
Ganz schön heiß geht es noch in diesem Beet zu, siehe unten. Chili gibt es in diesem Jahr mehr wie genug. Zum Teil wird er frisch verarbeitet, zum Teil getrocknet. Die Schoten müssen dringend geerntet werden. 1 Tag dem Frost ausgesetzt und sie würde matschig werden.
Auch die Kapstachelbeere muss ins Warme.
Die reifen kommen in den Marmeladentopf, die Unreifen in die Dekoschale.
Und für mich gibt es zwischendurch die letzten Beeren.
Hmmmmmmmmmmhhh...
Ein Zeitreisender auf der Herbstanemone.
Er ist wohl in der falschen Jahreszeit gelandet.
-
Ich gehe zum Gemüsegarten. Längst sind Tomaten, Zucchini und Co. Vergangenheit. Als Nachfolgekultur habe ich Spinat und Feldsalat ausgesät. Alle 14 Tage in Folge wurde neu nachgesät.
Die Pflänzchen haben sich prächtig entwickelt. Der Feldsalat kann schon gestochen werden und die erste Reihe Spinat wurde bereits geerntet. In die leere Reihe habe ich gestern Knoblauchzehen gesteckt.
Bei der nächsten Ernte wird der Spinat nur noch geschnitten, die Wurzel bleibt drin. Dann wächst er nach.
Und dann sind da noch die Äpfel und die Quitten ... puuuuuh!

und Nüsse, Nüsse, Nüsse. Nüsse ohne Ende!
Kommt mal mit in den Keller, ich zeig mal, was dort schon eingelagert ist.
Das wird eine Ewigkeit dauern, bis die verarbeitet sind! Gottseidank habe ich eine große Hilfe und sehe es gelassen.Alles in allem können wir mit dem Erntejahr 2009 recht zufrieden sein.
Das scheint auch der kleine Steingartenwächter vor dem blühenden Herbststeinbrech zu denken.

Und ich? Ich gehe jetzt in die Küche und bereite das Abendessen zu.
Es gibt Spinatsalat mit einer Walnussmarinade.

Rezept: Spinatsalat mit Walnussmarinade:
Marinade:
- 100g Walnusskerne sehr fein mahlen
- 1 B. 10% Joghurt (z.B. griech. Joghurt oder saure Sahne)
- mit dem Schneebesen hellen Balsamico und 1 gepresste Knoblauchzehe in den Joghurt rühren, Olivenöl in feinem Strahl dazugeben und weiterrühren. Mit gehackter Petersilie, Pfeffer und Salz würzen und die Walnüsse unterheben.
Salat:
- Junge, frische Spinatblätter waschen, die Stängel abschneiden und in feine Streifen schneiden
(wie Endiviensalat)
- 1 Zwiebel in kleine Würfel schneiden
- geröstete Sonnenblumenkerne.
Die Mariande unter die Blätter rühren.
Guten Appetit!

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Ein Jahr danach - oder die Welpen feiern Geburtstag

Das ist Balu!
Hättet ihr ihn erkannt? Balu ist riesig geworden.
http://majorahn.blogspot.com/2008/09/war-mal-kurz-weg.html
Schon als die kleinen Hunde vor ca. 10 Monaten abgeholt wurden, war klar: wir sehen uns spätestens im September 2009 wieder. Und so geschah es auch.
Zuerst beschnüffelt jeder Hund jeden.
Jackie und Goldie

Fast die ganze Bande.

Man bekam unmöglich alle zusammen vor die Linse.
"Wir müssen sie austricksen! Wir legen Hundekuchen vor das Tor, dann kommen sie schon!"
Denkste!
Apropos Hundekuchen. Der war selbstverständlich selbst gebacken - wie es sich für einen 1. Geburtstag gehört. Das Rezept?:
Hundekuchen:
1 kg Rinderhack, 500 g Haferflocken, 750 g Weizenvollkornmehl, 3 Eier.
Gut durchkneten. Formen und im Backofen ca. 1 Std. bei 170° hart backen.
Fehlt es an Diziplin, muss mit Hundekuchen nachgeholfen werden.
Was für ein Gewusel: auf den Bänken, zwischen Menschenbeinen, unter den Tischen - wie soll man da ein scharfes Bild machen? Über die Hälfte meiner Bilder landeten im Papierkorb.
Jamie, die kleine braune Hündin, Balu und Emil sind ziemlich groß geworden. sie haben eine Clique gebildet und die 3 kleineren Hündinnen, Jackie, Goldie und Mona haben gerne zusammen gespielt.
Endlich! Nach über 2 Stunden wurde es für kurze Zeit ruhiger.
Jackie vorne, Emil hinten

Jetzt kann endlich das gemeinsame Bild gemacht werden!
Die Hunde mit ihren Bezugspersonen

Und was ist mit Aicha? Wo ist sie denn nur geblieben?
Sie muss hinter der Tür wartet. Sie will mit ihren Kindern, die weggegangen sind, nichts mehr zu tun haben und wurde sogar agressiv.
Nun habe ich sie endlich alle mal wieder gesehen. Zugegeben: ich habe schwer mit den Tränen gekämpft, als sie endlich da waren. Aber sie haben jetzt ein neues Leben und sind nach 3 Std. bereitwillig und gerne mit ihrem Herrchen oder Frauchen wieder zu ihrem "Zuhause" gefahren.
Und ich habe noch Aicha und Balu und die Frage:
Welche Großväter haben denn nun wirklich mitgemischt?